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REVIEW
    
Donnerstag, 20.04.2006 09:45
REVIEW: Ghetto Gangz – Die Hölle vor Paris


Ein Review von Philip Ridley


Filminhalt

Paris im Jahr 2013: Ein Isolationswall umzäunt die berüchtigten Ghettos der Vorstadtbezirke. Hier regieren Gangs als absolut uneingeschränkte Herrscher. Der Elitepolizist und Martial Arts-Experte Damien (Cyrill Raffaelli) wird mit einer heiklen Mission beauftragt. Taha (Bibi Naceri), Boss der einflussreichsten Gang im 13. Bezirk, hat eine Massenvernichtungswaffe geraubt. Damien geht undercover ins Ghetto. Der Sträfling Laito (David Belle) soll ihm dabei helfen, denn er hat noch eine persönliche Rechnung mit Taha zu begleichen. Die neuartige Nuklearwaffe tickt und Damien und Laito haben nur 24 Stunden, um die Bombe zu entschärfen...

Daten

Label:  Universum Film
VÖ-Datum:  15.05.2006
Genre:  Action
Regie:  Pierre Morel
Darsteller:  David Belle, Cyril Raffaelli, Tony D‘Amario, Larbi Naceri, Dany Verissimo, Marc Andreoni, Francois Chattot, Alain Rimoux, Lyès Salem, Jeffrey Zade Rudom
FSK:  Keine Jugendfreigabe
Laufzeit:  ca. 81 min.
Ton:  
  • Deutsch: Dolby Digital 5.1
  • Französisch: Dolby Digital 5.1
  • Untertitel:  Keine Untertitel
    Bildformat:  2.35:1 (anamorph)
    DVD-Typ:  1 x DVD-9
    Regionalcode:  2
    Verpackung:  Amaray Case
    Extras:  
  • Trailer zum Film
  • Sonstige Trailer
  • Making Of
  • Extended Scene
  • Outtakes
  • Slideshow




  • Bewertung des Bildes

    Die Schärfe ist weitestgehend gut, wenn auch nicht perfekt. In einigen Szenen schwächelt sie und wirkt dann etwas weich. Der Kontrast ist gut und bietet keinen Anlaß für Kritik. Die Farben wurden komplett nachbearbeitet und bieten eine breite Palette an Tönen, die zwar recht kräftig sind, aber dennoch nie übertrieben wirken. Ein leichtes Hintergrundrauschen ist zu bemerken, Dropouts oder Verschmutzungen sind dagegen nicht anzutreffen.

    Wertung: 85 %

    Bewertung des Tons

    Beide Tonfassungen sind weitestgehend in Ordnung. Geboten wird ein Feuerwerk an Soundeffekten. Es kracht und hämmert fast ohne Unterlaß aus allen Lautsprechern. Die Abmischung beider Versionen ist aber nicht immer ganz ausgewogen. Manchmal klingt der Sound etwas frontlastig. Auch der Subwoofer kommt bei beiden gut zur Geltung und läßt kaum Wünsche offen. Wenn überhaupt, ist die französische OF einen kleinen Hauch besser. Es gibt unverständlicherweise keine deutschen Untertitel zum Hauptfilm (definitiv Punktabzug dafür, siehe auch Fazit).

    Wertung: 85 %

    Bonusmaterial

    Extras sind unter anderem: ein Trailer (wahlweise in Deutsch oder Französisch), ein Making of (ca. 55 min), eine Extended Scene des Casino-Fights (ca. 2 min), Outtakes (ca. 3 min) und eine Slideshow. Die Extras sind in Französisch mit optionalen deutschen Untertiteln.

    Wertung: 70 %

    Fazit

    Zur Zeit sind Neuauflagen von John Carpenter-Filmen wirklich angesagt. Hat man mit THE FOG (1980 vs. 2005) und ASSAULT ON PRECINCT 13 (1976 vs. 2005) zwei lupenreine Remakes zu Hause in den USA verwirklicht, wurden mit NID DE GÛEPES (Das tödliche Wespennest, 2002) und BANLIEUE 13 (Ghetto Gangz, 2004) zwei französische Filme geschaffen, die sich nur oberflächlich auf ihre Vorbilder ASSAULT ON PRECINCT 13 (Assault – Anschlag bei Nacht aka. Das Ende) und ESCAPE FROM NEW YORK (Die Klapperschlange, 1981) beziehen.
    Der vorliegende BANLIEUE 13 ist dabei nichts weiter als ein knallhartes Actionbrett, daß von Beginn an ein hohes Tempo vorlegt und im Laufe der eher minimalistischen Handlung kaum zur Ruhe kommt. Der Film ist ein schnelles (nach 77 Minuten Story ist alles schon vorbei) und kurzweiliges Werk, das aus der Feder (Drehbuch) und Produktionsstätte von Luc Besson (wie zuvor bei KISS OF THE DRAGON, THE TRANSPORTER oder UNLEASHED/DANNY THE DOG) stammt. Besson ermöglichte Ex-Kameramann Pierre Morel (u.a. THE TRANSPORTER/UNLEASHED)ein Regiedebüt, das eine satte Packung Krawall bietet, die auf stylische Optik und atemberaubende Action setzt, statt auf ausgefeilte und logische Plots. Natürlich ist der Film oberflächlicher Eskapismus, aber angesichts der Vorfälle in den französischen Vorstädten ist er vielleicht doch aktueller denn je. Das Szenario entwirft ein radikales Zukunftsbild, in dem Idealisten sowohl faschistoide Regierungen als auch kriminelle Aktivitäten im großen Stil bekämpfen. Doch vorwiegend geht es hier um Dynamik, Kinetik und Gewalt. Und das alles mit einer körperbetonten Finesse, daß man glatt feuchte Finger bekommt. Wer auf Martial Arts-Kämpfe und Shootouts steht, bekommt das volle Programm geboten, das sich auch vor amerikanischen Vorbildern mit größerem Budget nicht zu verstecken braucht.
    Universum legt einen launigen Film in einer guten Aufmachung und Ausstattung vor, was aber völlig in die Hose ging und auch überhaupt nicht verständlich ist, bleibt die Tatsache, daß zwar die französische Originalfassung vorliegt, es aber keinerlei Untertitel dazu gibt. Man hat es geschafft sämtliche Extras mit Untertiteln zu versorgen, ausgerechnet den Hauptfilm aber nicht! Was soll so etwas? Was macht das für einen Sinn? Die Entscheidungen, die manchmal bei den Labels getroffen werden, sind schlichtweg kundenfeindlich und einfach nicht nachvollziehbar. Bei einer Neuauflage, wenn man zum Beispiel die „Ultimate Edition“ aus Frankreich übernimmt, (hat zwar nicht mehr Extras, aber dafür zusätzlich DTS), wären deutsche Untertitel endlich Pflicht.

    Gesamtwertung: 85 %

    Test-Equipment:  
    DVD-Player:  Panasonic DVD-RV 60
    TV-Gerät/Beamer:  Grundig MW 82-2690
    Verstärker:  Kenwood KRF-V 5010
    Front-Speaker:  Arcus Panorama ST
    Center-Speaker:  Arcus Panorama CT
    Rear-Speaker:  Arcus Panorama R
    Subwoofer:  Arcus Panorama SB


    Disclaimer:
    Die hier veröffentlichten Reviews geben die Meinung der jeweiligen Reviewer wieder, die nicht unbedingt mit der Meinung von DVD-live.de bzw. der Forkel & Trauth GbR übereinstimmen muß.


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