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REVIEW
    
Mittwoch, 03.05.2006 17:58
REVIEW: Tamara


Ein Review von Philip Ridley


Filminhalt

Der Tod ist sexy! Zumindest wenn er in Gestalt von "Tamara" daher kommt. Als graue Highschool- Maus hat das Mädchen noch wenig zu melden, weder bei ihren Mitschülern noch bei ihrem geliebten Englischlehrer. Dann aber fällt sie einem tödlichen Streich zum Opfer und erscheint als verführerisch mordende Wiedergängerin auf der Bildfläche, um Rache zu üben. Dank übernatürlicher Kräfte erhöhen sich Sterblichkeitsrate und Gorefaktor an der Highschool deshalb drastisch. Aber wer würde nicht gerne einem Vamp wie Tamara zum Opfer fallen?

Daten

Label:  Koch Media Home Entertainment
VÖ-Datum:  21.04.2006
Genre:  Horror
Regie:  Jeremy Haft
Darsteller:  Jenna Dewan, Matthew Marsden, Chad Faust, Gil Hacohen, Claudette Mink, Melissa Elias, Chris Sigurdson, Katie Stuart
FSK:  16
Laufzeit:  ca. 94 min.
Ton:  
  • Deutsch: DTS 6.1 ES
  • Deutsch: Dolby Digital 5.1
  • Englisch: Dolby Digital 5.1
  • Untertitel:  Deutsch
    Bildformat:  1.78:1 (anamorph)
    DVD-Typ:  1 x DVD-9
    Regionalcode:  2
    Verpackung:  Amaray Case
    Extras:  Sonstige Trailer




    Bewertung des Bildes

    Die Schärfe ist gut bis sehr gut, hat aber gelegentlich auch Schwächen und ist somit kaum perfekt. Der Kontrast läßt dagegen kaum Wünsche offen. Die Farben sind ebenfalls sehr gut und werden satt und kräftig wiedergegeben. Durch den Film zieht sich ein leichtes Hintergrundrauschen und wiederholt sind viele Dropouts zu bemerken.

    Wertung: 80 %

    Bewertung des Tons

    Die deutsche DD 5.1-Spur bietet einen erfrischend lauten, dynamischen und regelrecht aggressiven Sound, der dabei aber nie übertrieben wirkt. Alle Boxen sind fast ununterbrochen mit der Wiedergabe von Musik, Nebengeräuschen und anderen Soundeffekten beschäftigt. Der dadurch kreierte Raumklang ist für einen Horrorfilm kleineren Budgets ganz ordentlich geworden. Die DTS-Spur ist sogar noch einen Hauch besser. Die englische OF ist dagegen nicht nur viel leiser, sondern wirkt auch um einiges kraftloser und dadurch wenig beeindruckend. Auch die räumliche Kulisse läßt zu wünschen übrig. Es gibt optionale deutsche Untertitel.

    Wertung: 80 %

    Bonusmaterial

    Keine Extras.

    Wertung: 0 %

    Fazit

    „Vom Macher von FINAL DESTINATION“ steht als (Werbe-)Aufdruck unübersehbar auf dem Cover. Das verspricht viel und macht natürlich neugierig. Aber ein näherer Blick relativiert vieles. Diese Anpreisung bezieht sich auf den Drehbuchautoren Jeffrey Reddick, der sich für TAMARA verantwortlich zeichnete, bei FINAL DESTINATION (USA, 2000) aber lediglich dritter Drehbuchautor im Bunde war (hinter Glen Morgan und James Wong, den treibenden Kräften des Filmes). Reddick war auch an der Entwicklung der Story des zweiten Teiles von FINAL DESTINATON von 2003 beteiligt. Auch hier wieder als einer von vielen. Doch zurück zu TAMARA (USA, Kanada, 2004), der grundsätzlich ein weiterer Highschool-Horror-Film mit Anleihen an CARRIE (USA, 1976) ist. Doch das Vergnügen ist zweifelhaft. Einerseits gibt es diverse nette Ideen zu begutachten, denn was hier an Seitenhieben verteilt wird, ist schon nett, insbesondere was homophobe Menschen angeht. Aber auch magersüchtige Schlankheitsfanatiker kriegen etwas appetitliches vorgehalten, Bulimie mal ganz anders. Aber andererseits gibt es viele Klischees, die arg strapaziert werden, oder Plotelemente, die eigentlich als ausgelutscht gelten sollten. Wer die Verwandlung einer Frau daran ausmachen will, daß sie sich andere Klamotten anzieht (vorher bewußt unmodisch) und sich die Haare wäscht (erst Zopf, dann offen getragen), ist sicherlich mehr als oberflächlich und reichlich fantasielos. Die Transformation ist insgesamt auch viel zu plakativ, mir persönlich ging das rote Kleid und die dämlichen High Heels ziemlich auf die Nerven. Und so „sexy“, wie es uns der Film weismachen will, ist die titelgebende Tamara (und damit auch Schauspielerin Jenna Dewan) auch nicht. Die Anziehungskraft bleibt so ein uneingelöstes Versprechen. Was bleibt, ist annehmbarer Teenie-Horror, von dem man sich mehr erwartet hatte, aber letztendlich etwas bieder daherkommt und der hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Auch hätte man mehr Blut erwartet, aber selbst die FSK 16 wird nie ausgereizt. Natürlich erfindet TAMARA das Genre nicht neu und ist auch nicht sonderlich innovativ. Insgesamt gerade mal solide Genreunterhaltung, bei der Einschränkungen an der Tagesordnung sind.

    Gesamtwertung: 65 %

    Test-Equipment:  
    DVD-Player:  Panasonic DVD-RV 60
    TV-Gerät/Beamer:  Grundig MW 82-2690
    Verstärker:  Kenwood KRF-V 5010
    Front-Speaker:  Arcus Panorama ST
    Center-Speaker:  Arcus Panorama CT
    Rear-Speaker:  Arcus Panorama R
    Subwoofer:  Arcus Panorama SB


    Disclaimer:
    Die hier veröffentlichten Reviews geben die Meinung der jeweiligen Reviewer wieder, die nicht unbedingt mit der Meinung von DVD-live.de bzw. der Forkel & Trauth GbR übereinstimmen muß.


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