Carol, eine junge Französin, lebt in London gemeinsam mit ihrer Schwester Helen in einer Wohnung. Die sehr schüchterne und verschlossene Frau fühlt sich in einer von Männern dominierten Welt hilflos, von ihren Mitmenschen angewidert und bedroht. Einzig Helens Anwesenheit gibt ihr Halt. Als diese für ein paar Tage verreist, gerät Carols Leben aus der Bahn. Im Banne ihrer Wahnvorstellungen und Halluzinationen durchlebt sie die psychische Hölle. Als sich männlicher Besuch ankündigt, erreicht ihre Paranoia den Höhepunkt …
Daten
Label:
MC-One
VÖ-Datum:
12.08.2004
Genre:
Thriller/Drama
Regie:
Roman Polanski
Darsteller:
Catherine Deneuve, Ian Hendry, John Fraser, Patric Wymark
FSK:
Keine Jugendfreigabe
Laufzeit:
ca. 100 min.
Ton:
Deutsch: Dolby Digital 2.0 Mono
Englisch: Dolby Digital 2.0 Mono
Untertitel:
Keine Untertitel
Bildformat:
16:9 (1,85:1) anamorph
DVD-Typ:
1 x DVD-9
Regionalcode:
2
Verpackung:
Amaray Case
Extras:
Trailer zum Film
Sonstige Trailer
Bio-/Filmografien
Fotogalerie
Bewertung des Bildes
Des hohen Alters zum Trotz, kommt das Bild in ordentlicher Qualität daher. Schärfe und Kontrast liegen auf einem guten Niveau, nur einige Defekte und Verschmutzungen sind zu sehen, die aber nicht wirklich ins Gewicht fallen.
Wertung: 75 %
Bewertung des Tons
Die englische OF hat einige Nachteile. Sie zischt zuweilen, so daß die Dialoge nicht immer sauber zu verstehen sind. Die deutsche Synchro dagegen, kommt in guter solider Qualität daher.
Wertung: 55 %
Bonusmaterial
Vorhanden ist lediglich ein Trailer, eine Fotogalerie und die Biographien von Regisseur Roman Polanski bzw. den Hauptdarstellern.
Wertung: 20 %
Fazit
Nach DAS MESSER IM WASSER (Polen 1962) präsentiert das Label McOne nun auch Roman Polanskis Film von 1965: REPULSION (dt. Titel: EKEL). Bis dato wurden die Neurosen und Wahnvorstellungen einer quasi schizophrenen Frau, nicht so glaubwürdig und intensiv gezeigt. Die angewandte Bildsprache mit ihren Metaphern und Symbolen ist dabei bestechend. Zunehmend gibt es im Film Risse in Straßen oder an Wänden zu sehen, die deutlich für die innere Zerrissenheit der Protagonistin stehen. Fast der ganze Film ist aus ihrer Sicht gefilmt und ihr paranoider Wahn wird verdeutlicht durch die Vision, die Wände in der Wohnung würden aufreißen und mehrere Arme greifen nach der Kranken um sie zu ergreifen. Im Laufe des Filmes wird auch der Flur der Wohnung immer länger und dunkler. Ein Entkommen scheint unmöglich zu sein. Dieser
bedrückende schwarz-weiß Film hat ein niedriges Tempo, nur langsam schleicht sich der Wahnsinn an und nistet sich unheilvoll ein. Doch am Ende bricht ihre labile Welt zusammen und offenbart ihre Ängste auf furchtbare Weise.