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REVIEW
    
Mittwoch, 17.11.2004 15:57
REVIEW: Tatsächlich Liebe


Ein Review von Harald Piork


Filminhalt

Zehn außergewöhnliche Geschichten, die sich am Weihnachtsabend zu einer verweben: Ein Premierminister verliebt sich in das Mädchen, das den Tee serviert, ein Schriftsteller sucht Ruhe in Südfrankreich und findet dort eine Liebe ohne Worte, ein Rockstar erlebt ein privates Comeback mit seinem Manager... Jeder von ihnen ist auf der Suche nach Liebe. Nur wer genau hinsieht, wird entdecken, dass die Liebe tatsächlich überall ist.
Sie alle erfahren die Macht der Liebe mit allen Verlockungen und Enttäuschungen, allem Glück und allem Leid, aller Energie und allem Frust. Sie alle stürzen sich ins Chaos der Gefühle und erleben schließlich ihr ganz persönliches Wunder…

Daten

Label:  Universal Pictures Germany
VÖ-Datum:  19.05.2004
Genre:  Komödie
Regie:  Richard Curtis
Darsteller:  Hugh Grant, Emma Thompson, Liam Neeson, Alan Rickman, Keira Knightley, Laura Linney, Heike Makatsch, Rowan Atkinson, Bill Nighy, Colin Firth
FSK:  6
Laufzeit:  ca. 130 min.
Ton:  
  • Deutsch, Dolby Digital 5.1
  • Englisch, Dolby Digital 5.1
  • Untertitel:  Deutsch Englisch
    Bildformat:  2,35:1 (16:9 anamorph)
    DVD-Typ:  1 x DVD-9
    Regionalcode:  2
    Verpackung:  Amaray Case
    Extras:  
  • Sonstige Trailer
  • Audiokommentar/e
  • Musikvideo/s
  • Deleted Scenes
  • Die "Geschichten-Erzähler" - Erinnerungen der Beteiligten
  • Musik-Highlights
  • Weitere Informationen:  Produktion: GB/USA 2003




    Bewertung des Bildes

    Das Bild liegt auf der DVD in voller Scope-Breite vor und erfüllt alle Ansprüche an eine neuere Produktion. Die Farben wirken kräftig und natürlich, das Bild ist ruhig und weitgehend frei von Schmutzpartikeln. Bei näherer Betrachtung ist vereinzelt ein leichtes Rauschen zu sehen.

    Wertung: 85 %

    Bewertung des Tons

    Die Abmischung dieser DVD bietet genrebedingt keine Überraschungen. Die Geräuschkulisse ist sehr frontlastig und macht nur selten mit Effekten von den Surroundkanälen Gebrauch. Gott sei Dank bietet der Film einen fantastischen Musik-Score, bei dem Räumlichkeit aufkommt, und man geneigt ist die Lautstärke nach oben zu drehen. Die Stimmen der Darsteller sind jederzeit sehr gut verständlich.

    Wertung: 75 %

    Bonusmaterial

    Bei dem Bonusmaterial dieser DVD zählt Klasse statt Masse, denn qualitativ können die Extras auf der ganzen Linie überzeugen. Zu dem sehr informativen Audiokommentar mit Regisseur Curtis sowie den Darstellern Grant und Nighy werden noch eine "Featurette" zur Musik und "Deleted Scenes" angeboten. In der Featurette geht Richard Curtis auf die im Film eingesetzten Songs ein und erklärt warum er sich für sie entschieden hat. Der Bereich mit den Deleted Scenes ist mit 35 Minuten sehr umfangreich ausgefallen. Schweren Herzens erklärt der Regisseur vor jeder der zehn Szenen, warum er sie aus dem Film rausgenommen hat, denn am liebsten möchte man jede einzelne dieser schönen Sequenzen noch mit im Film drin haben. Ausserdem wird noch ein zehnminütiger Rückblick der am Film Beteiligten angeboten. Abgerundet werden die Extras mit dem witzigen Musikvideo zu dem ins Ohr gehenden "Christmas is all around".

    Wertung: 75 %

    Fazit

    Die romantische Komödie "Tatsächlich Liebe" verfolgt über zwei Monate zehn parallel verlaufende Lebens- und Liebesgeschichten, die schließlich am 24. Dezember zusammengeführt werden.
    Da ist der abgetakelte Schlagersänger Billy, der mit dem Remake seines bekanntesten Liedes zur Weihnachtszeit den letzten Versuch eines Comebacks startet.
    Oder der Schriftsteller Jamie (Colin Firth), dessen Freundin ihn gerade betrogen hatte und der im Süden Frankreichs neue Lebenskraft schöpfen und hier seinen neuen Roman verfassen will. Er verliebt sich in sein portugiesisches Hausmädchen Aurelia, die aber leider kein Wort Englisch spricht.
    Alan Rickman als Verlagsleiter Harry sieht sich den sehr offensichtilichen Anbaggerversuchen seiner Angestellten Mia (Heike Makatsch) ausgesetzt, während ihm die Routine seiner Ehe mit Karen (Emma Thompson) immer mehr bewusst wird.
    Deren Bruder Daniel (Liam Neeson) muss mit dem Tod seiner Frau fertig werden. Der zehnjährige Sam (Thomas Sangster) leidet sehr unter dem Verlust seiner Mutter und vertraut seinem Stiefvater Daniel an, dass er sich hoffnungslos in eine Mitschülerin verliebt habe.
    Die unscheinbare Sarah liebt seit Jahren heimlich ihren Kollegen Karl, ohne zu wissen, dass dieser ebenso für sie entflammt ist.
    Juliet (Keira Knightley) entdeckt nach ihrer Hochzeit, dass Mark, der beste Freund ihres Mannes, nur noch an sie denkt.
    Hugh Grant als englischer Premierminister verliebt sich in Natalie (Martine McCutcheon), die ihm täglich den Tee serviert. Billy Bob Thornton spielt den amerikanischen Präsidenten, der auf Staatsbesuch in London weilt.
    Es ist natürlich unmöglich, so viele verschiedene Geschichten zufriedenstellend abzuhandeln und vor allem abzuschließen. Diese Tatsache, scheint den Machern des Filmes allerdings klar zu sein, denn das Ziel scheint hier weniger die vernünftige Erzählung all dieser Geschichten zu sein, sondern die Verdichtung von allen romantischen und komödiantischen Höhepunkten zu einem Film, in dem man sich entweder vor lachen kugelt, oder ganz verzückt auf den Bildschirm schaut und sonst nichts.
    Der Glaube an die heile Welt ist schon etwas dick aufgetragen, die positive Stimmung bei Tannenbaum und Kerzenflackern vielleicht etwas sehr unrealistisch. Aber warum eigentlich muß immer alles so realistisch sein, ich für meinen Teil habe diese absolute Wohlfühlstimmung des Filmes genossen und das Kino damals mit einem schönen Gefühl in Kopf und Bauch, und einem seligen Lächeln im Gesicht verlassen. Das Aufwachen kommt leider schließlich schnell genug.
    Wer sich diesen Winter eine zu Herz gehende Weihnachts-DVD zulegen will, damit ihm oder ihr ein bisschen wärmer ums Herz wird, der kann kaum eine bessere Wahl treffen als diese Scheibe.

    Gesamtwertung: 90 %

    Test-Equipment:  
    DVD-Player:  YAMAHA DVD-S796
    TV-Gerät/Beamer:  SONY KV-36FS70/G
    Verstärker:  YAMAHA RX-V2095RDS
    Front-Speaker:  VISONIK Concept 5
    Center-Speaker:  VISONIK Concept Center
    Rear-Speaker:  VISONIK Dipol
    Subwoofer:  VISONIK Sub E active


    Disclaimer:
    Die hier veröffentlichten Reviews geben die Meinung der jeweiligen Reviewer wieder, die nicht unbedingt mit der Meinung von DVD-live.de bzw. der Forkel & Trauth GbR übereinstimmen muß.


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