| | REVIEW | | Filminhalt |
| Die einst so glückliche Familie Raichand ist entzweit: der älteste Sohn Rahul widersetzt sich der für ihn arrangierten Heirat - er hat sich nämlich in die nicht standesgemäße, quirlige Anjali verliebt. Sein Vater verstößt ihn daraufhin, und Rahul beginnt mit Anjali ein neues Leben in London. Viele Jahre später hat die Mutter den Verlust ihres ältesten Sohnes noch immer nicht verwunden, und die Familie Raichand droht nun gänzlich auseinander zu brechen. Daraufhin macht sich der jüngere Sohn Rohan auf die Suche nach seinem großen Bruder, um die Familie wieder zu vereinen... |
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| Label: | | Rapid Eye Movies | | VÖ-Datum: | | 22.11.2004 | | Genre: | | Bollywood | | Regie: | | Karan Johar | | Darsteller: | | Amitabh Bachchan, Jaya Bhaduri, Shahrukh Khan, Kajol, Kareena Kapoor | | FSK: | | 6 | | Laufzeit: | | ca. 210 min. | | Ton: | | Deutsch: Dolby Stereo SR 2.0
Hindi/Englisch: Dolby Digital 5.1
| | Untertitel: | |  | | Bildformat: | | 16:9 (2.35:1) anamorph | | DVD-Typ: | | 1 x DVD-5 + 1 x DVD-9 | | Regionalcode: | | 2 | | Verpackung: | | Amaray Case | | Extras: | | Trailer zum FilmSonstige TrailerBio-/FilmografienMusikvideo/sMaking OfDeleted Scenes |

| Bewertung des Bildes |
| | Das Bild im Format 2.35:1 ist anamorph codiert. Es stammt von einer Kinokopie, wie man an vielen Dropouts, Kratzern und Verschmutzungen erkennen kann. Der Kontrast neigt zum Überstrahlen, wie man deutlich an Lampen, Fenstern oder weißen Pullis beobachten kann. Mit der Schärfe hapert es ebenfalls, denn sie ist bestenfalls als durchschnittlich zu bezeichnen. Die Farben machen aber vieles wieder wett. Die Kostüme sind derartig farbenfroh, daß es eine einzige Wonne ist, den Film zu sehen. |
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Wertung: 75 %
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| Bewertung des Tons |
| Der Ton liegt bei dieser Neuauflage in zwei Abmischungen vor, nämlich (endlich!) in Deutsch Dolby Stereo SR 2.0 und in Hindi/Englisch Dolby Digital 5.1. Letztere Spur klingt räumlicher als der Surroundmix, auch wird der Subwoofer unterstützend eingesetzt. Doch insgesamt muß festgestellt werden, daß die Musik relativ frontlastig abgemischt ist. Ein etwas stärkerer Einsatz der Rears wäre wünschenswert gewesen, um dem Ganzen mehr Räumlichkeit zu geben. Die Dialoge kommen dabei immer klar und deutlich aus dem Center oder der Front – je nach Position des Sprechers.
Die deutsche Spur klingt auch nicht schlecht. Sie ist wesentlich lauter als der Originalton. Die Tiefbaßunterstützung fällt hier naturgemäß weg, und auch die Dynamik ist nicht so gut wie bei der Dolby Digital Spur. Trotzdem ein annehmbares Ergebnis.
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Wertung: 70 %
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| Bonusmaterial |
| Die gute Nachricht für Musikfreunde gleich vorneweg: Neben einer Kapitel- gibt es auch eine Songanwahl, d.h. man kann mit Hilfe einer Übersicht seine Lieblingslieder heraus picken und ohne langes Gesuche an die entsprechende Stelle gelangen. Insgesamt zwölf Musikstücke kann man auf diese Weise direkt anwählen.
Auf der zweiten DVD befinden sich die eigentlichen Extras, die etwas enttäuschen. Herzstück ist ein rund 45minütiges Making of. Es ist recht gut gemacht. Interviews wechseln ab mit Szenen von den Dreharbeiten. Die Tonqualität läßt hier sehr zu wünschen übrig, Untertitel werden nicht angeboten, so daß viele Zuschauer damit leider nichts werden anfangen können. Das gleiche gilt für die Deleted Scenes mit einer Laufzeit von ca. 40 Minuten: Schlechte Tonqualität, weder die Erklärungen des Regisseurs (Englisch) noch die fehlenden Szenen (Hindi) sind untertitelt. So etwas muß die Bewertung insgesamt nach unten ziehen.
Angeboten werden dann noch sieben Musikclips. Es sind aber nur Ausschnitte aus den Songs des Hauptfilms. Der Sinn dieses Menüpunktes bleibt mir ehrlich gesagt verschlossen.
Der indische Trailer und Texttafeln beschließen die Extras.
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Wertung: 50 %
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| Fazit |
| Indien ist der größte Filmproduzent der Welt. "Bollywood" und nicht Hollywood ist Marktführer – zumindest was die Anzahl der gedrehten Streifen betrifft. Der asiatische Filmmarkt ist daher auch fest im Griff des gigantischen Subkontinents. In Europa sind indische Filme so gut wie unbekannt, wenn man einmal von "Kama Sutra" und "Monsoon Wedding" (beide von Mira Nair) absieht. Diese beiden Filme stehen allerdings auch nicht für typsich indisches Kino, denn das sieht ganz anders aus. "Sometimes Happy, Sometimes Sad" ist ein Vertreter des Bollywood-Kinos. Worum geht’s in diesem 3 ½stündigen Epos?
Ein adoptierter Sohn wird von seinem Vater verstoßen, weil er sich in eine Frau verliebt, die der Familie nicht genehm ist. Der Sohn geht nach England, der Bruder folgt und versucht, den verlorenen Sohn in die Familie zurückzuholen.
Der Film gibt dem Zuschauer alles, was das Kino zu bieten hat. Eine Geschichte, die zu Herzen geht und Hand und Fuß hat, sowie ein visuelles Ereignis. Wieder einmal muß sich der deutsche Zuschauer zeigen lassen, welchen Vorsprung das ausländische Kino im Vergleich zum deutschen Film hat. Während in Deutschland endlose Dialoge gesprochen, in der Gegend herumgestelzt und immer vom Stativ gefilmt wird, ist "Sometimes Happy, Sometimes Sad" allein von der technischen Seite her auf höchstem Niveau. Die Kameraarbeit von Director of Photography Kiran Deohans muß hier besonders erwähnt werden. Die Kamera ist immer in Bewegung. Ob Kran, Dolly oder Steadicam, sie wirbelt herum, bewegt sich kreisförmig um die Protagonisten, fährt nach oben oder unten. Allein das ist grandios. Hinzu kommt die herausragende Choreographie der Musik- und Tanzszenen sowie der Schnitt. So etwas muß man gesehen haben, um es zu glauben. Der Cast liest sich wie ein Who is Who des indischen Kinos. An Produktionskosten wurde ebenfalls nicht gespart, der Film wurde nicht nur in Bombay, sondern auch in London und sogar Ägypten produziert.
Sicherlich mag Gesang und Tanz in einem Film Geschmackssache sein – ein Musical ist "Sometimes Happy, Sometimes Sad" aber noch lange nicht. Tanzeinlagen gehören zum indischen Film wie das Happy End zu Hollywood. Ohne das geht es einfach nicht. Und die Musik macht wirklich Spaß, durch sie wird der Film erst sinnvoll. Tänze werden mit wundervollen Texten versehen. Dazu kommt die typisch indische Musik, zu der hübsche Frauen und gutaussehende Männer tanzen. So gerät der Film zu einem einzigen Musik- und Farbenrausch. Hinzu kommt die vorbeschriebene Geschichte, die erzählt wird. Jeder kann sich vorstellen, wie sentimental sie ist. Aber dem Film mangelt es nicht an Momenten, in denen die Charaktere glücklich sind. Ganz im Gegenteil, auch die Komik kommt nicht zu kurz. Stellenweise ist der Wortwitz des Films kaum zu toppen. Der Zuschauer lacht oder weint, ist glücklich oder traurig und wippt dazu im Rhythmus der Musik, die fast ununterbrochen zu hören ist. Eine einzige Achterbahnfahrt!
Für Leute, die einmal Indien besucht haben, ist der Film Pflicht. Für alle anderen gilt das gleiche: Regisseur Karan Johar schuf mit "Sometimes Happy, Sometimes Sad" ein erfrischendes und überwältigendes Meisterwerk. Die Lauflänge von 3 ½ Stunden ist leider viel zu kurz. Diese Aussage mag den geneigten Leser zum Schmunzeln einladen, ist aber eine Tatsache. Es wird einfach zu wenig getanzt und gesungen. Da ist noch einiges nachzuholen...
"Rapid Eye Movies" ist es zu verdanken, daß diese Perle unter den indischen Filmen nun Einzug in die deutschen Heimkinos hält. Doch damit nicht genug: Das Label wird noch eine Reihe weiterer indischer Filme veröffentlichen. Man darf gespannt sein!
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Gesamtwertung: 100 %
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| Test-Equipment: | | | | DVD-Player: | | Pioneer DV-470-K | | TV-Gerät/Beamer: | | Panasonic TX 32PK25D 16:9 100 Hz | | Verstärker: | | Pioneer VSX-609 RDS | | Front-Speaker: | | Canton | | Center-Speaker: | | Canton | | Rear-Speaker: | | Canton | | Subwoofer: | | Canton AS 22 |



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