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REVIEW
    
Dienstag, 15.03.2005 00:17
REVIEW: The Football Factory


Ein Review von Thomas Trauth


Filminhalt

Für Tommy besteht eine typische Woche im Wesentlichen darin, sich fünf Tage lang auf Samstag zu freuen. Denn dann kann er sich wieder mit anderen Chelsea-Hooligans voll laufen lassen, mit Koks aufputschen und verfeindeten Gangs das Hirn aus ihren Schädeln prügeln. Den Sonntag brauchen er und seine Kumpels dann zur Erholung. Ihr Leben pendelt zwischen Bürgerlichkeit und einer Loyalität zur Clique, die bis in den Tod geht? Begleitet von einem treibenden Soundtrack (u.a. von The Streets, The Libertines und Sham 69) ist ?The Football Factory? ein adrenalingetränktes und visuell aufregend inszeniertes Portrait einer Männer-Kultur aus Gewalt, Freundschaft und Rache, wie man sie nicht wahrhaben möchte. Basierend auf dem Bestseller "The Football Factory" von John King.

Daten

Label:  Kinowelt Home Entertainment
VÖ-Datum:  08.03.2005
Genre:  Drama
Regie:  Nick Love
Darsteller:  Danny Dyer, Frank Harper, Neil Maskell, Roland Manookian
FSK:  16
Laufzeit:  ca. 87 min.
Ton:  
  • Deutsch. Dolby Digital 5.1
  • Englisch: Dolby Digital 5.1
  • Untertitel:  Deutsch
    Bildformat:  (16:9) 2.35:1 anamorph
    DVD-Typ:  1 x DVD-9
    Regionalcode:  2
    Verpackung:  Amaray Case
    Extras:  
  • Trailer zum Film
  • Sonstige Trailer
  • Audiokommentar/e
  • Musikvideo/s
  • Making Of
  • Deleted Scenes
  • Alternativer Anfang
  • Konzept zum Produktionsdesign
  • Kampf-Szene
  • Kurzfilm von Nick Love "Love Story"
  • Weitere Informationen:  Bisher nur im Verleih erhältlich




    Bewertung des Bildes

    Das Bild macht insgesamt einen guten Eindruck. Die Farben wirken etwas blass, was jedoch sehr gut zum Film passt. Trotz der blassen Farbe sind die Kontraste sehr gut geworden und sorgen für eine hohe Detaildarstellung. Die Schärfe liegt meist auf hohem Niveau, lässt hin und wieder allerdings ein wenig nach, ist dann aber immer noch gut. Bildrauschen ist fast nicht auszumachen, nur in wenigen Szenen sind stehende Rauschmuster zu entdecken. Bildfehler in Form von Dropouts oder Artefakten gibt es keine.

    Wertung: 80 %

    Bewertung des Tons

    Die Abmischung sorgt dort, wo es die Handlung hergibt, für eine gute räumliche Kulisse. Meist ist es die Musik, die alle Lautsprecher beschäftigt und so für guten Raumklang sorgt. Aber auch Nebengeräusche gibt es immer wieder auf den hinteren Kanälen zu hören. Der Dynamikumfang ist für das Genre OK, ein wenig mehr Subwoofereinsatz hätte dem Sound allerdings nicht geschadet. Der größte Teil besteht allerdings aus Dialogen, welche fehlerfrei aus dem Center kommen.

    Wertung: 75 %

    Bonusmaterial

    Gleich zwei Audiokommentare wurden der DVD spendiert. Einer davon mit dem Regisseur und dem Hauptdarsteller in englisch, der andere mit Philipp Köster und Trevor Wilson in deutsch. Wenn man sich den ersten Audiokommentar anhört, sollte man nicht empfindlich sein, was Schimpfworte angeht - Danny Dyer ist teilweise doch schon ziemlich vulgär, was auch zum Teil in den anderen Extras zu sehen ist. Richtig interessant wirds dann beim Making of, welches aus dem üblichen Zusammenschnitt aus Szenen vom Dreh und Interviews besteht. Hier ist unter anderem zu erfahren, dass 90% der Statisten echte Hooligans sind. Des Weiteren gibt es acht Deleted Scenes, von denen die eine oder andere schon ihre Berechtigung für die Endfassung gehabt hätte. Einen Kommentar, wieso die Szenen herausgenommen wurden, gibt es leider nicht. Wieso der "Alternative Anfang" nicht verwendet wurde, erschließt sich dem Zuschauer direkt beim anschauen. Er war schlicht und egreifend nicht gelungen. Hinter "Kampf-Szene" verbirgt sich nicht etwa wie man annehmen könnte die Entstehung einer solchen, sondern nur eine Slideshow zu den Kampfszenen aus dem Film. In der "B-Roll" gibt es einen Zusammenschnitt zu den Dreharbeiten von zwei Szenen zu sehen. Das "Konzept zum Produktionsdesign" ist eine Slideshow mit verschiedenen Zeichnungen zu den Räumlichkeiten im Film - nicht wirklich spannend. Der Kurzfilm von Nick Love "Lovestory" ist recht erschreckend. Es geht um ein Junkie Pärchen, das gerade ein Kind bekommt. Abgerundet wird die recht gelungene Zusammenstellung durch ein Musikvideo und Trailer zum Hauptfilm sowie zu weiteren Filmen.

    Wertung: 65 %

    Fazit

    Die DVD ist insgesamt gesehen gut. Bild und Ton haben keine wirklich störende Schwächen und die Extras sind relativ umfangreich und zumindest zum Teil auch interessant. Eventuell wäre noch eine Doku über die reale Hooligan-Szene wünschenswert gewesen, um vergleichen zu können, wie authentisch der Film eigentlich ist.

    Der Film begleitet die Hauptfigur Tommy durch seinen Alltag als Hooligan des Londoner Clubs Chelsea. Er ist noch nicht wirklich erwachsen geworden und lebt nur um sich Woche für Woche mit Gleichgesinnten die Köpfe einzuschlagen. Drogen und Alkohol sind die ständigen Begleiter der gewaltsüchtigen Vereinigung, die von ihren Mitgliedern wie eine Familie angesehen wird.
    Das normale Leben der Hooligans wird nur wenig beleuchtet und auf ihre Beweggründe wird so gut wie gar nicht eingegangen. Vielmehr gibt der Film einen direkten Einblick, wie solche gewaltätigen Vereinigungen organisiert sind und wie sie sich mit ihren "Feinden" verabreden. Die darauf folgenden Schlachten wirken zumindest auf den Laien sehr authentisch und abschreckend. Jedoch kann man nach dem Film Zweifel bekommen, ob der Film tatsächlich auf jeden abschreckend wirkt oder ob der ein oder andere es als Verherrlichung der Szene interpretieren könnte.
    Aus dem richtigen Blickwinkel und mit dem nötigen Abstand betrachtet, handelt es sich alles in allem um einen durchaus sehenswerten Film, da Nick Love eine wirklich gelungene Inszenierung abgeliefert hat. Nicht-Fussballfans sei gesagt, dass es in dem Film keine Sekunde wirklich um Fussball geht - wie im echten Hooligan-Leben eben...

    Gesamtwertung: 70 %

    Test-Equipment:  
    DVD-Player:  Pioneer DVR-520H-S
    TV-Gerät/Beamer:  Grundig 82 2210/8
    Verstärker:  Yamaha RX-V740 RDS
    Front-Speaker:  Magnat Motion
    Center-Speaker:  Magnat Vector center 13
    Rear-Speaker:  Magnat Vector 22
    Subwoofer:  Arcus DS 901


    Disclaimer:
    Die hier veröffentlichten Reviews geben die Meinung der jeweiligen Reviewer wieder, die nicht unbedingt mit der Meinung von DVD-live.de bzw. der Forkel & Trauth GbR übereinstimmen muß.


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