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REVIEW
    
Sonntag, 28.08.2005 17:46
REVIEW: Napola - Elite für den Führer


Ein Review von Harald Piork


Filminhalt

Deutschland 1942. Das Hitler-Regime ist auf dem Höhepunkt seiner politischen und militärischen Macht. Der 17-jährige Friedrich Weimer (MAX RIEMELT) aus dem Berliner Arbeiterbezirk Wedding ist ein begabter Boxer. Sein Talent öffnet ihm die Türen zu einer nationalpolitischen Erziehungsanstalt, der NAPOLA Allenstein, wo die zukünftige Elite des großdeutschen Reiches herangezogen werden soll.
Friedrich sieht die Chance seines Lebens, sich von seinen Klassenschranken zu befreien und meldet sich gegen den Willen seiner Eltern in der alten Ordensburg an. In der ihm fremden Welt, beherrscht von nationalsozialistischer Zucht und Ordnung, erfährt er harten Konkurrenzkampf und unerwartete Kameradschaft.
Bis ein grausamer Einsatz gegen entflohene Kriegsgefangene und die wachsende Freundschaft zu dem stillen und sensiblen Albrecht Stein (TOM SCHILLING), dem Sohn des Gauleiters, ihn vor eine Wahl stellen, die auch das Ende seiner Jugend bedeutet.

Daten

Label:  Constantin Film/Highlight Video
VÖ-Datum:  25.08.2005
Genre:  Drama
Regie:  Dennis Gansel
Darsteller:  Max Riemelt, Tom Schilling, Michael Schenk, Justus von Dohnanyi, Martin Goeres, Jonas Jägermeyr, David Striesow
FSK:  12
Laufzeit:  ca. 110 min.
Ton:  Deutsch Dolby Digital 5.1
Untertitel:  Deutsch
Bildformat:  (16:9) 2.35:1 anamorph
DVD-Typ:  1 x DVD-9
Regionalcode:  2
Verpackung:  Amaray Case
Extras:  
  • Sonstige Trailer
  • Audiokommentar/e
  • Bio-/Filmografien
  • Storyboards
  • Interview/s
  • Deleted Scenes
  • Videotagebuch
  • Die Hintergründe
  • Weitere Informationen:  Produktion: Deutschland 2004




    Bewertung des Bildes

    Durch den etwas düsteren Look unterscheidet sich "Napola" absichtlich von aktuellen Hochglanzproduktionen. Das Bild ist selten scharf und lässt im Rauschen die Körnung des Bildes erkennen. Die Macher dürften diese "Mängel" jedoch in den Dienst der Atmospähre gestellt haben. Der Streifen wirkt dadurch sehr authentisch und realistisch.

    Wertung: 70 %

    Bewertung des Tons

    "Napola" ist ein in weiten Teilen dialoglastiges Drama, das einmal mehr den Center zum wichtigsten Element der Anlage macht. Dazwischen gibt es aber immer wieder Gelegenheit für Räumlichkeit, sei es durch den Musik-Score oder Effekten in Form von Gewehrschüssen und gewaltigen Granateinschlägen.

    Wertung: 80 %

    Bonusmaterial

    Als Bonusmaterial wird ein Audiokommentar des Regisseurs Dennis Gansel, sowie sechs Interviews mit Darstellern, Regisseur und Produzentin angeboten. Dazu gibt es noch acht "Deleted Scenes"(wer mag, kann hier den Kommentar des Regisseurs dazuschalten) und ein 40 Minuten langes "Videotagebuch". Hier erfährt man einiges über die Locationsuche, das Casting, Kostümproben, das Boxtrainig für Max Riemelt, etc.
    Auf acht Texttafeln besteht die Möglichkeit, sich über die Hintergründe der Napola-Internate zu informieren. Ebenso auf Texttafeln vorhanden sind die Filmografien der Hauptdarsteller. Abgerundet wird das Bonusmaterial mit einem Storyboard-Vergleich und der üblichen DVD-Trailershow.

    Wertung: 75 %

    Fazit

    Die "Napola" genannten nationalpolitischen Erziehungsanstalten waren Eliteschulen, in denen die Herrenmenschen von morgen herangezüchtet werden sollten. In solch eine Anstalt verschlägt es den Berliner Arbeitersohn Friedrich (Max Riemelt), der auf Grund seines Talents im Boxring von den Nazis für Wert befunden wird, die Eliteschulung der Arier am eigenen Leibe zu erfahren.
    Laut Aussage von Regisseur Dennis Gansel, wurde er beim Schreiben des Drehbuchs von Erzählungen seines Großvaters inspiriert, der im dritten Reich einer Elite-Schule der Nazis angehörte. Auch andere Zeitzeugen wurden über ihre persönlichen Napola-Erinnerungen befragt. Einige dieser Erzählungen findet man auch im Film wieder, wie zum Beispiel die Szene, in der sich ein lebensmüder Napola-Schüler auf eine explodierende Handgranate stürzt.
    Anfangs lebt sich Friedrich auf der Schule gut ein. Erst durch die Freundschaft zu dem unangepassten Albrecht (Tom Schilling) wird Friedrich klar, dass er auf der falschen Spur ist. Durch Albrechts Glauben an seine eigenen Ideale und Selbstbestimmung, werden auch Friedrich nach und nach die Augen für die Manipulationen der Napola geöffnet und er muss erkennen, dass ihre Freundschaft wohl zum scheitern verurteilt scheint.
    Der Film erzählt das Schicksal von zwei Personen ohne den belehrenden Zeigefinger und trifft den Zuschauer damit mitten ins Herz. Das Anschauen lohnt sich allemal.

    Gesamtwertung: 80 %

    Test-Equipment:  
    DVD-Player:  YAMAHA DVD-S796
    TV-Gerät/Beamer:  SONY KV-36FS70/G
    Verstärker:  YAMAHA RX-V2095RDS
    Front-Speaker:  VISONIK Concept 5
    Center-Speaker:  VISONIK Concept Center
    Rear-Speaker:  VISONIK Dipol
    Subwoofer:  VISONIK Sub E active


    Disclaimer:
    Die hier veröffentlichten Reviews geben die Meinung der jeweiligen Reviewer wieder, die nicht unbedingt mit der Meinung von DVD-live.de bzw. der Forkel & Trauth GbR übereinstimmen muß.


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